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Süßungsmittel

Bei der Beschäftigung mit zuckerfreier Ernährung, taucht unweigerlich irgendwann das Thema Süßungsmittel auf. Vor der Ernährungsumstellung zum zuckerfreien Leben haben wir einfach mit industriell raffiniertem Zucker gesüßt. Doch womit süßen wir nun unsere Nachspeisen und Kuchen? Generell gibt es unterschiedliche Ansätze zur zuckerfreien Ernährung. Ich schildere hier unseren Weg zur Süßung, der sich aus unseren Erfahrungen und Recherchen begründet.

Unsere Süßungsmittel:

Wir nutzen nur frische Früchte, Trockenfrüchte und Nüsse zum Süßen. Also kommt die Süße ausschließlich aus dem natürlichen Zuckergehalt der Lebensmittel. Dies sind vor allem Bananen, Äpfel, Mandeln, Cashewkerne und getrocknete Datteln. Zusätzlich können auch Gewürze wie Vanille den Backwaren eine feine Süße mitgeben.

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Jasmine Lin auf Pixabay

Sirup und Konzentrate:

Auf Sirup und Konzentrate, wie Dattelsirup, Agavendicksaft und Kokosblütenzucker, verzichten wir bewusst. Denn diese sind industriell stark verarbeitet, konzentrieren den Zucker und entfernen den größten Teil der Ballaststoffe. So wird das Gebäck süß, ohne dass unsere Verdauung die bremsende Wirkung der Ballaststoffe erfährt. Denn der Zucker aus Sirup, Konzentraten und Dicksäften wird fast genauso schnell aufgenommen wie Industriezucker. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel und startet die Insulinspirale mit einer potenziellen Heißhungerattacke.

Honig
Steve Buissinne auf Pixabay

Ersatzstoffe:

Auch jegliche Ersatzstoffe wie die Zuckeralkohole Erythrit, Maltit oder Xylith und die isolierten Stevioglycoside in Stevia finden keinen Einzug in unsere Küche. Denn die Ersatzstoffe sind entgegen ihres Rufes keineswegs natürlich, sondern technisch aufwendig verarbeitete Produkte. Außerdem stehen sie im Verdacht, negativ auf unseren Körper zu wirken. Es wird vermutet, dass sie unsere Darmbakterien beeinflussen und die Zuckerreaktion im Gehirn imitieren. So können dieselben psychischen und physischen Reaktionen wie bei isoliertem Zucker auftreten (Stichwort Insulin-, Dopaminausschüttung und Insulinresistenz). Manche Ersatzstoffe können auch Störungen in der Bekömmlichkeit verursachen mit Beschwerden wie Blähungen und Durchfall. Dennoch können sie, in Maßen konsumiert, beim Übergang zu einer zuckerfreien Ernährung helfen. Nur sollten sie nicht gedankenlos verwendet werden.

Erythrit
Erythrit - Thomas Kniess, Wikimedia Commons

Ein Wort der Warnung: Selbst Trockenfrüchte sind mit Vorsicht zu genießen. Denn bei ihnen ist der natürliche Zuckergehalt immer noch recht hoch (bei Datteln sind es ca. 60 %). Doch im Gegensatz zu Konzentraten und Ersatzstoffen sind die Ballaststoffe noch erhalten und bremsen die Zuckeraufnahme vom Verdauungstrakt ins Blut. Da unsere Körper unterschiedlich auf Zucker reagieren, muss jeder selbst ausprobieren, wie viele Trockenfrüchte der eigene Körper verträgt. Dies können wir daran erkennen, ob die Trockenfrüchte den Hunger anregen, statt ihn zu stillen oder wir sogar in einen kleinen Zuckerrausch fallen. Es kann jedoch eine Weile dauern, bis wir die subtilen Zeichen zu erkennen lernen. Wichtig ist, dass die ausgewählten Süßungsmittel maßvoll und achtsam konsumiert werden, ohne einen Rückfall auf Industriezucker zu verursachen.

getrocknete Aprikosen, und Datteln, Walnüsse , Gewürze
Veganamente Rakel S.I. auf Pixabay

Unser Ziel

Neben einem möglichst konstanten bzw. langsam ansteigenden und fallenden Blutzuckerspiegel, ist unser Ziel die Reduktion der Süße im Allgemeinen. Denn eine feine Süße unterstützt die verschiedenen Geschmacksnuancen der Zutaten, anstatt sie mit ihrer Dominanz zu überdecken. Dies bringt eine ganz neue Vielfalt in unser Esserlebnis. Zugegebenermaßen müssen die Geschmacksnerven hierfür zuerst vom Zucker entwöhnt werden, bis wir die neue Geschmackswelt vollständig erleben können. 

Also habt etwas Geduld und gebt eurem Körper Zeit. Es wird sich lohnen.

Alle Inhalte, soweit nicht anders angemerkt, sind von Mit Ohne Zuckerfrei und stehen unter der CC-BY-4.0 Lizenz. 

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